Textversion
Startseite

Startseite




Verband Bremen Stipendiaten Rundschreiben Aktuell Kontakt Bremen Wagner Links Mitgliederwerbung Historie Impressum

Wagners Idee

Diese Idee hat er bereits im Jahre 1848 in seinem Aufsatz „Die Kunst und die Revolution“ zu Ausdruck gebracht: „...Eben deshalb muß es aber jedem Einsichtigen deutlich werden, daß, soll das Theater irgendwie seiner natürlichen Bestimmung zugewiesen werden, es von der Nothwendigkeit industrieller Spekulationen zu befreien ist... Das Publikum müßte unentgeltlichen Zutritt zu den Vorstellungen des Theaters haben...“ um „...die wirklichen Theateraufführungen ... nicht als Leistungen gegen Bezahlung erscheinen zu lassen, - eine Ansicht von Ihnen, die bekanntlich zum allerschmachvollsten Verkennen des Charakters von Kunstvorstellungen führt.“

Natürlich läßt sich diese von Richard Wagner so leidenschaftlich geforderte Entkommerzialisierung der Kunst so nicht realisieren. Vermutlich ist es Cosima Wagner selbst gewesen, die mit Ihrem Vorschlag, den sie in einem Brief vom 28. Mai 1882 dem Freund und Gönner der Familie, Friedrich von Schoen, macht, diesen Grundsatzgedanken von Richard Wagners „stolzer Idee“ in die Zukunft gerettet hat: Eine Stiftung zu gründen, aus deren Fond unbemittelten Kunstfreunden die unentgeltliche Teilnahme an den Bayreuther Festspielen finanziert werden soll. Dieser Gedanke fällt bei Friedrich von Schoen auf fruchtbaren Boden. Noch im gleichen Jahr - kurz vor Wagners Tod - veranlaßt er mit diesem die Gründung der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Und diese Verwirklichung „der eigentlichen Idee von Bayreuth“ existiert noch heute. Diese Stiftung hat alle politischen und sozialideologischen Umstürze im Laufe seiner über 100jährigen Geschichte überlebt. Heute getragen von den 97 Richard Wagner-Verbänden mit ihren ca. 23.000 Mitgliedern weltweit, die seit Mai 1991 im Richard Wagner Verband International e. V. dank der Initiative des Präsidenten Josef Lienhart miteinander verbunden sind, werden Jahr für Jahr 200 Stipendiaten ausgewählt, kostenlos drei bzw. vier Vorstellungen der Bayreuther Festspiele zu erleben. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ermöglicht den Stipendiaten einen Blick hinter die Kulissen der Festspiele und erweitert ihren Horizont für Leben und Werk Richard Wagners. Übrigens - 7 Stipendiaten kommen jedes Jahr aus Bremen - finanziert von den ca. 350 Mitgliedern des Richard Wagner-Verbandes Bremen.

Der erste Verein in Nürnberg... lesen Sie hier weiter...

Druckbare Version