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Der erste Verein in Nürnberg

zurück zu: Wagners Idee...

Doch zurück zu den Ursprüngen: Wagners ablehnender Haltung zum Trotz rekonstruiert sich bereits am 14. Mai 1883 der „Allgemeine Richard Wagner Verein“ in Nürnberg mit dem Zweck, die Richard-
Wagner-Stipendienstiftung zu unterstützen. Von allzu großer Bedeutung ist dieser Verein vermutlich
nie. Erst fast zwei Jahrzehnte später - am 25. Januar 1901 - tritt er aktiv an seine offensichtlich stark rückläufige Mitgliederzahl mit dem Aufruf heran: „Eine Jubiläumsspende für Bayreuth zu Gunsten der

Richard-Wagner-Stipendienstiftung -“ Der Aufruf erbringt in drei Jahren lediglich rund 43.000,-- Mark,
und so erfolgt am 15. November 1904 ein zweiter Aufruf „...die noch immer über ungenügende Mittel
verfügende Stiftung mit allen Kräften zu fördern...“ und zwar durch eine „Nationalsammlung“ mit dem Ziel, das Grundkapital des Stiftung bis zum 100. Geburtstag Richard Wagners am 22. Mai 1913 auf mindestens 1 Million Mark zu erhöhen „... und damit dem Meister ein dauerndes und würdiges Denkmal zu schaffen.“ Zum Zwecke einer planvollen, umfassenden Sammeltätigkeit sollen sich besondere Landes- und Ortsausschüsse gründen. Aus dem „Richard-Wagner-Jahrbuch“ 2. Band, Jahrgang 1907 erfahren wir: „Bis Oktober 1906 sind durch Bemühungen der Ausschüsse ungefähr 80.000,-- Mark gesammelt worden.“ Obgleich der Motor, Dr. Siegmund Benedikt, diese Aktion durch hohen persönlichen Einsatz fördert, bleibt das gesetzte Ziel in weiter Ferne.

Endlich gelingt es ihm, die Musiklehrerin Anna Held aus Leipzig für die Gründung eines Frauenvereins zu gewinnen. Am 26. Mai 1909 wird in Leipzig der „Richard Wagner-Verband Deutscher Frauen“ mit dem ausschließlichen Satzungszweck, für die Stipendienstiftung tätig zu sein, gegründet. Dieser Verein kann Ortsgruppen errichten. Seine Tätigkeit soll lt. Satzung am 1. Juli 1913 wieder enden. Bereits im gleichen Jahr gründen sich auf Grund des aktiven Einsatzes des Dachverbandes weitere 10 Ortsgruppen u. a. in Berlin, Dresden, Magdeburg und München. Bremen folgt am 6. Juli 1910. Unter dem Vorsitz von Lollo Meyer hat die Bremer Ortsgruppe zeitweise 510 Mitglieder, was allerdings nicht verhindert, daß sie sich getreu der Satzung im Jahre 1913 wieder auflöst. Bereits auf der Hauptversammlung am 27. April 1912 in Nürnberg wird ein Antrag gestellt, den Verband entgegen § 8 der Statuten von 1913 nicht aufzulösen, sondern mit geänderter Satzung weiterzuführen. Im Protokoll heißt es: „Abstimmung der Anwesenden ergibt, dass der Bestand des Verbandes nach 1913 erhalten bleibt, gegen (4 Stimmen) der Ortsgruppen Bremen, Schwerin, Halle, München.“

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